{"id":621,"date":"2012-12-21T14:48:31","date_gmt":"2012-12-21T13:48:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/?p=621"},"modified":"2017-02-14T14:51:08","modified_gmt":"2017-02-14T13:51:08","slug":"homoeopathieforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/2012\/12\/21\/homoeopathieforschung\/","title":{"rendered":"Hom\u00f6opathieforschung"},"content":{"rendered":"<p>Hom\u00f6opathie braucht mehr Forschung<\/p>\n<p>350 Studien. In der Realit\u00e4t ist die Hom\u00f6opathie angekommen. Das best\u00e4tigen praktische Erfolge an Kliniken. Studien zu ihrer Wirksamkeit werden jedoch gegens\u00e4tzlich beurteilt.<br \/>\nBarbara Stelzer, Salzburger Nachrichten am 21.11.2012<\/p>\n<p>International gibt es rund 350 randomisierte Studien und mehr als 1000 weitere Forschungsarbeiten zur Hom\u00f6opathie. Das zeigten f\u00fchrende Hom\u00f6opathieforscher dieser Tage bei einem Symposium in Wien auf, an dem 200 \u00c4rzte und Medizinstudenten auf Einladung der vier hom\u00f6opathischen \u00c4rztegesellschaften \u00d6sterreichs teilgenommen haben.<br \/>\n\u201eEtwa 30 der im Doppelblind-Versuch durchgef\u00fchrten Studien sind exzellent\u201c, erkl\u00e4rte Michael Teut, Komplement\u00e4rmedizin-Forscher von der Charit\u00e9 in Berlin. Das Problem in der anhaltenden Debatte um den wissenschaftlichen Wirkungsnachweis der Hom\u00f6opathie liegt seiner Ansicht nach darin, dass Gegner und Bef\u00fcrworter das Datenmaterial unterschiedlich beurteilten.<br \/>\n\u201eDazu kommt, dass Arbeiten, die da sind, schlicht nicht zur Kenntnis genommen werden\u201c, stellte Klaus von Ammon, ober\u00e4rztlicher Leiter f\u00fcr Hom\u00f6opathie-Forschung an der Universit\u00e4tsklinik in Bern, fest. Gemeinsam mit einem Team von Kinder\u00e4rzten und Neuropsychologen hat der ausgebildete Neurochirurg eine Studie zur hom\u00f6opathischen Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizitssyndroms (ADS) bei Kindern erstellt. Im randomisierten Doppelblind-Verfahren durchgef\u00fchrt, zeigt sie, dass sich bei 80 Prozent der Kinder mit diagnostizierten Aufmerksamkeitsst\u00f6rungen durch eine gezielte, individuelle hom\u00f6opathische Behandlung das Krankheitsbild um mindestens 50 Prozent gebessert hat.<br \/>\nDie Studie wurde 2005 ver\u00f6ffentlicht. Nach Aussage von Ammon halten die Therapieergebnisse an, was gegen Placeboeffekte spricht. Es ist bekannt, dass sich positive Wirkungen von Scheinmedikamenten relativ rasch wieder verlieren. M\u00f6glich geworden sei die Berner ADS-Studie durch un\u00fcbersehbare Erfolge, die hinzugezogene Hom\u00f6opathen in der Uni-Klinik bei der Behandlung von schulmedizinisch schwer therapierbaren Kindern mit Epilepsie und ADS gehabt h\u00e4tten, erkl\u00e4rte von Ammon. Auch die hom\u00f6opathische Begleitung von jungen Krebspatienten w\u00e4hrend ihrer Chemo- und Strahlentherapie habe einen so offensichtlichen Zusatznutzen gebracht, dass die behandelnden \u00c4rzte Vertrauen in die Hom\u00f6opathie gewonnen h\u00e4tten; die Kooperationsbereitschaft sei gewachsen.<br \/>\n\u201eWenn sich nur drei bis vier der vorliegenden soliden Studien wiederholen lie\u00dfen, w\u00e4re dies ein Durchbruch\u201c, erkl\u00e4rte Klaus Linde von der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen. Nach mehr als 15 Jahren komplement\u00e4rmedizinischer Forschungsarbeit sei er verunsichert, ob sich die Wirkung der Hom\u00f6opathie nachweisen lasse. Zwar werde auch in der konventionellen Medizin nur ein Prozent aller klinischen Studien mit konstanten Ergebnissen wiederholt, allerdings sei die sogenannte Replizierbarkeit in der Hom\u00f6opathie ein noch gr\u00f6\u00dferes Problem.<br \/>\nEs fehlt vor allem an Forschungsgeldern und an passionierten Forschern. \u201eGeforscht wird in den Kliniken, doch die allermeisten Hom\u00f6opathen sind Praktiker\u201c, sagte Michael Frass, Leiter der Spezialambulanz Hom\u00f6opathie bei Krebserkrankungen am Wiener AKH \u00fcber den Forschungsnotstand.<br \/>\nFrass ist der einzige habilitierte Hom\u00f6opath \u00d6sterreichs und hat als Vorstand einer Intensivstation am AKH eine Studie mit Sepsispatienten durchgef\u00fchrt. Diese weist bei jener Patientengruppe, die neben der konventionellen Medizin auch hom\u00f6opathisch behandelt wurde, eine deutlich h\u00f6here \u00dcberlebensrate nach. Doch auch f\u00fcr eine Wiederholung der Sepsisstudie von Frass hat sich noch kein Forscherteam gefunden.\u201eWir sehen, dass es wirkt\u201c Ungeachtet der Sackgasse, in der sich die wissenschaftliche Debatte bef\u00e4nde, sei die Hom\u00f6opathie in der Realit\u00e4t l\u00e4ngst angekommen, meinte TU-Forscher Linde. Die vielen positiven Erfahrungen, die Patienten und Hom\u00f6opathen in der Praxis machten, seien nicht alle mit Placeboeffekten erkl\u00e4rbar.<br \/>\nWie die Therapie mit den versch\u00fcttelten Arzneistoffen, in denen nachweislich kein Wirkstoff mehr enthalten ist, genau funktioniert, kann derzeit in der Tat noch kein Forscher erkl\u00e4ren. \u201eWir sehen nur, dass sie wirkt\u201c, sagt Klaus von Ammon und f\u00fcgt hinzu: \u201eDer Apfel ist auch schon zu Boden gefallen, bevor Newton im 17. Jahrhundert die Schwerkraft entdeckt hat.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hom\u00f6opathie braucht mehr Forschung 350 Studien. In der Realit\u00e4t ist die Hom\u00f6opathie angekommen. Das best\u00e4tigen praktische Erfolge an Kliniken. Studien zu ihrer Wirksamkeit werden jedoch gegens\u00e4tzlich beurteilt. Barbara Stelzer, Salzburger Nachrichten am 21.11.2012 International gibt es rund 350 randomisierte Studien und mehr als 1000 weitere Forschungsarbeiten zur Hom\u00f6opathie. Das zeigten\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/2012\/12\/21\/homoeopathieforschung\/\"><span>Lesen Sie bitte weiter&#8230;<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":622,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-621","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bild_SN1.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/621","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=621"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/621\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":623,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/621\/revisions\/623"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=621"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}