{"id":608,"date":"2012-07-21T16:55:35","date_gmt":"2012-07-21T14:55:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/?p=608"},"modified":"2017-02-07T17:01:44","modified_gmt":"2017-02-07T16:01:44","slug":"kinder-und-jugendgesundheit-alarmierende-daten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/2012\/07\/21\/kinder-und-jugendgesundheit-alarmierende-daten\/","title":{"rendered":"Kinder- und Jugendgesundheit: Alarmierende Daten"},"content":{"rendered":"<p>Sie bewegen sich zu wenig, essen zu viel Fett und S\u00fc\u00dfes, viel zu viele rauchen und trinken Alkohol im \u00dcberma\u00df: \u00d6sterreichs Kinder und Jugendliche wachsen zu den kranken Erwachsenen von morgen heran. Werden dringende Vorsorgema\u00dfnahmen weiterhin auf die lange Bank geschoben, so drohen neben viel Leid auch exorbitante Kosten f\u00fcr das Gesundheitssystem. Aktuellen Berechnungen zufolge k\u00f6nnten bereits 2030 Mehrkosten in H\u00f6he von 1,6 Milliarden Euro pro Jahr anfallen, wenn nicht jetzt Vorkehrungen getroffen werden, um den Gesundheitszustand der M\u00e4dchen und Burschen in \u00d6sterreich zu verbessern.<br \/>\nDass \u00d6sterreichs Kinder und Jugendliche im internationalen Vergleich besonders ungesund leben, brachten 2010 die OECD-Studie \u201eHealth at a glance 2009\u201c und die HBSC-Studie (Health-Behaviour in School-aged Children) ans Licht. Hier die wichtigsten Ergebnisse:<\/p>\n<p>Gesundheit Mehr als 85 Prozent der Sch\u00fcler geben an, zumindest \u00fcber eine gute Gesundheit zu verf\u00fcgen. Die durchschnittliche Lebenszufriedenheit hat allerdings abgenommen. Zu den h\u00e4ufigsten Beschwerden geh\u00f6ren: Einschlafst\u00f6rungen (17,2 Prozent), Kopfschmerzen (14,4 Prozent) und Gereiztheit bzw. schlechte Laune (14,2 Prozent).<br \/>\nErn\u00e4hrung 57,6 Prozent der Sch\u00fcler essen nicht t\u00e4glich Obst oder Gem\u00fcse. Umgekehrt konsumieren 39 Prozent der M\u00e4dchen und Burschen t\u00e4glich entweder S\u00fc\u00dfigkeiten, s\u00fc\u00dfe Limonaden oder beides.<br \/>\nGewicht 19 Prozent der m\u00e4nnlichen Teenager wiegen zu viel, das hei\u00dft, dass beinahe jeder F\u00fcnfte \u00fcbergewichtig ist, ein Teil davon sogar krankhaft fettleibig. Unter den gleichaltrigen M\u00e4dchen haben neun Prozent \u00dcbergewicht. Nur 48,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen gaben an, &#8222;ungef\u00e4hr das richtige Gewicht&#8220; zu haben. Etwa 40 Prozent der 15-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen waren unzufrieden mit ihrem K\u00f6rper. 22 Prozent machten eine Di\u00e4t, obwohl nur jede Zehnte \u00fcbergewichtig war.<br \/>\nBewegung Nur jeder f\u00fcnfte Sch\u00fcler h\u00e4lt sich an die Empfehlung, t\u00e4glich mindestens 60 Minuten k\u00f6rperlich aktiv zu sein. Umgekehrt werden durchschnittlich f\u00fcnf Stunden an Schultagen und sieben Stunden an schulfreien Tagen mit sitzendem Freizeitverhalten verbracht \u2013 etwa mit Fernsehen oder am Computer.<br \/>\nRauchen Mit 13 ist der Raucheranteil noch minimal, mit 15 rauchen 20 Prozent, mit 17 Jahren etwa ein Drittel t\u00e4glich. Die Ergebnisse im Detail: Unter den 15-J\u00e4hrigen greifen 30 Prozent der M\u00e4dchen, das ist fast jedes Dritte, und 24 Prozent der Burschen, also fast jeder Vierte, mindestens 1\/Woche zur Zigarette. Platz 1 in der OECD Studie!<br \/>\nAlkohol Jeder Vierte (bezogen auf alle Altersstufen) trinkt mindestens einmal in der Woche Alkohol. Bei den 17-J\u00e4hrigen sind es sogar 60,4 Prozent. Mit 15 Jahren war schon jedes dritte M\u00e4dchen (36%) und fast jeder zweite (46%) zumindest zwei Mal betrunken.<br \/>\nDrogen Ein F\u00fcnftel (19,6 Prozent) der 15- und 17-J\u00e4hrigen hat bereits zumindest einmal Cannabis konsumiert.<br \/>\nSexualit\u00e4t Der Bericht zeigt, durchschnittlich jeder vierte 15-J\u00e4hrige ist bereits sexuell aktiv.<br \/>\nSchikanen 34,9 Prozent der Kinder und Jugendlichen waren in den zw\u00f6lf Monaten vor der Befragung zumindest einmal in eine Rauferei verwickelt. 42,3 Prozent beteiligten sich in dieser Zeit am Schikanieren bzw. Mobbing von Mitsch\u00fclerinnen und Mitsch\u00fclern. 38,3 Prozent berichten, Opfer von Mobbing gewesen zu sein.<\/p>\n<p>\u201eZu den wichtigsten gesundheitlichen Risikofaktoren z\u00e4hlen eine chronische Streitbeziehung der Eltern, Armut, eine Umgebung ohne sichere Bindungen, eine kleine Wohnfl\u00e4che und Gewalterfahrung in der Kindheit\u201c, fasst Dr. Klaus Vavrik Pr\u00e4sident der \u00d6sterreichischen Liga f\u00fcr Kinder- und Jugendgesundheit zusammen.<br \/>\nLinks:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.oecd.org\">www.oecd.org<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hbsc.org\">www.hbsc.org<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kinderjugendgesundheit.at\">www.kinderjugendgesundheit.at<\/a><\/p>\n<p>Copyright Dr. Edgar Gubo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie bewegen sich zu wenig, essen zu viel Fett und S\u00fc\u00dfes, viel zu viele rauchen und trinken Alkohol im \u00dcberma\u00df: \u00d6sterreichs Kinder und Jugendliche wachsen zu den kranken Erwachsenen von morgen heran. Werden dringende Vorsorgema\u00dfnahmen weiterhin auf die lange Bank geschoben, so drohen neben viel Leid auch exorbitante Kosten f\u00fcr\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/2012\/07\/21\/kinder-und-jugendgesundheit-alarmierende-daten\/\"><span>Lesen Sie bitte weiter&#8230;<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":609,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-608","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Gabel.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=608"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":610,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608\/revisions\/610"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dr-gubo.at\/cms\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}